Ich sah Johan an.
Sein Gesicht war plötzlich vollkommen bleich.
In diesem Moment wusste ich:
Johan wusste etwas.
Das Geheimnis meines Mannes
Ich nahm mein Handy.
Ich schaltete die Kamera ein.
Die rote Aufnahmeleuchte erschien.
Viktor bemerkte es.
Er sah Johan an.
„Komm schon“, sagte er leise.
„Erzähl deiner Frau, wie viel du wusstest.“
Ich wandte mich zu meinem Mann.
„Johan?“
Er antwortete nicht.
„Was ist am Dienstag passiert?“
Er schloss für einen Moment die Augen.
Dann sagte er:
„Ich habe Viktor gesehen.“
Mein Herz schlug schneller.
„Wo?“
„Hinter der Garage.“
„Und?“
„Er war nicht allein.“
Viktor bewegte sich plötzlich in Richtung Tür.
Johan stellte sich ihm in den Weg.
„Du bleibst hier.“
„Sie können mich nicht festhalten.“
„Nein“, sagte Johan. „Aber die Polizei kann das.“
Viktor lachte nervös.
„Sie haben keine Ahnung, worüber Sie reden.“
Johan sah mich an.
„Am Dienstag bin ich früher von der Arbeit nach Hause gekommen. Ich wollte etwas aus dem Schuppen holen.“
Er machte eine Pause.
„Dann hörte ich Stimmen.“
„Welche Stimmen?“
„Viktor und ein älterer Mann.“
Ich sah Viktor an.
Er hatte aufgehört zu lächeln.
„Worüber haben sie gesprochen?“
Johan antwortete:
„Über Emma.“
Emma begann wieder zu weinen.
„Was haben sie gesagt?“
„Dass Emma nach dem Ball nicht mehr nach Hause kommen würde.“
Mir wurde schlecht.
„Warum hast du mir nichts gesagt?“
Johan sah zu Boden.
„Weil ich zuerst Beweise wollte.“
„Du hättest mir sofort davon erzählen müssen!“
„Ich weiß.“
„Was hast du gesehen?“
Johan ging zu einem Schrank und holte sein Handy.
Er öffnete eine Datei.
Es waren Fotos.
Viktor stand hinter unserer Garage.
Neben ihm ein Mann, den ich nicht kannte.
Auf einem weiteren Foto war ein schwarzer Wagen zu sehen.
Und auf einem anderen ein Umschlag.
Johan hatte sogar ein Foto gemacht, auf dem Viktor den Umschlag übergab.
