Er sah mich an, als würde er meine Frage nicht verstehen.
„Was willst du damit sagen?“
Ich zeigte auf meinen Bauch.
„Meine Familie hat diese Eier für mich gesammelt.“
„Für mich und dein Kind.“
„Und du hast sie ihr gegeben.“
Leif wurde ungeduldig.
„Eier kann man kaufen.“
Ich sah ihn lange an.
Dann sagte ich:
„Dann kauf ihr welche.“
Er schlug mit der Hand auf den Tisch.
„Hör auf!“
Ich erschrak.
Aber ich wich nicht zurück.
„Warum?“
„Weil du ständig alles übertreibst.“
„Ich übertreibe?“
„Ja.“
„Du hast mein Geld genommen.“
„Du hast meine Eier genommen.“
„Für eine andere Frau.“
Er sagte:
„Sie ist eine Witwe.“
Ich fragte:
„Und was bin ich?“
Er antwortete nicht.
Ich fragte noch einmal:
„Was bin ich, Leif?“
Dann sagte ich den Namen, den ich seit Jahren vermieden hatte.
„Liebst du Yvonne noch?“
Leif wurde blass.
Er antwortete nicht.
Aber ich hatte meine Antwort.
Die Kaufurkunde
Ich stand auf.
Mein Rücken schmerzte.
Aber plötzlich fühlte ich mich stärker als jemals zuvor.
„Du holst die Eier zurück.“
Leif lachte.
„Du glaubst, du kannst mir Befehle geben?“
„Nein.“
Ich ging zum Tisch.
„Aber ich kann zur Polizei gehen.“
Sein Lächeln verschwand.
„Du würdest deinen eigenen Mann anzeigen?“
„Wenn mein eigener Mann mein Geld nimmt, ja.“
Er griff in seine Uniformjacke.
Dann holte er ein gefaltetes Dokument hervor.
Er warf es vor mich.
„Du willst wissen, wem die Wohnung gehört?“
Ich öffnete das Dokument.
Ich las den Namen.
Leif Norberg.
Ich blinzelte.
Dann las ich ihn erneut.
Die Wohnung gehörte nicht Yvonne.
Sie gehörte meinem Mann.
Mein Geld hatte eine Wohnung gekauft, die auf seinen Namen eingetragen war.
Yvonne hatte lediglich ein lebenslanges oder vertraglich zugesichertes Wohnrecht.
Ich setzte mich.
„Warum?“
Leif schwieg.
„Warum steht die Wohnung auf deinen Namen?“
„Weil es einfacher war.“
„Einfacher für wen?“
