Mein Mann nahm die Eier, die meine Familie für mich gesammelt hatte – doch dann entdeckte ich, wem die Wohnung wirklich gehörte

Wir lebten außerhalb von Skövde, in einem kleinen Haus, das wir uns nur leisten konnten, weil es nicht besonders groß war und weil wir beide aus einfachen Verhältnissen stammten.

Von außen betrachtet war unsere Ehe vollkommen normal.

Leif war Berufssoldat.

Er trug eine Uniform, hatte eine feste Anstellung und genoss in der Nachbarschaft einen guten Ruf.

Ich war ausgebildete Lehrerin und arbeitete an einer kleinen Grundschule einige Kilometer entfernt.

Unsere Familien waren zufrieden gewesen, als wir geheiratet hatten.

Verwandte hatten uns zusammengebracht.

Alle sagten:

„Ihr passt gut zusammen.“

Ich hatte ihnen geglaubt.

Leif war nie besonders romantisch gewesen.

Er schrieb mir keine langen Briefe.

Er brachte mir keine Blumen.

Er sagte selten, dass er mich liebte.

Aber ich dachte, Liebe müsse nicht immer laut sein.

Vielleicht, sagte ich mir, würde die Nähe mit der Zeit kommen.

Vielleicht würde aus Respekt irgendwann Liebe werden.

Vielleicht würde aus einer vernünftigen Ehe irgendwann eine glückliche Ehe werden.

Dann wurde ich schwanger.

Und plötzlich schien sich alles zu verändern.

Ein Kind, aber keine Sicherheit

Meine Schwangerschaft verlief nicht besonders einfach.

Ich war häufig müde.

Mein Rücken schmerzte.

Meine Beine wurden schwer.

Aber ich arbeitete weiter.

Meine Anstellung war nicht besonders sicher.

Ich bekam nur dann Geld, wenn ich Unterricht hatte.

Also nahm ich jede Stunde an, die ich bekommen konnte.

An manchen Tagen ging ich mehrere Kilometer durch Regen und Kälte.

Ich legte meine Hände unter den Bauch und versuchte, den Druck auf meinen Rücken zu verringern.

Wenn ich nach Hause kam, wartete dort keine fertige Mahlzeit auf mich.

Ich kochte selbst.

Ich wusch.

Ich putzte.

Ich bereitete alles für das Baby vor.

Leif war dagegen fast nie zu Hause.

Übungen.

Nachtdienste.

Lehrgänge.

Feldwochen.

Manchmal sah ich ihn nur wenige Tage im Monat.

Wenn ich mich darüber beklagte, sagte er:

„Ich diene unserem Land.“