Ich wischte mir eine Träne aus dem Auge.
„Normalerweise bin ich das.“
Owen grinste.
„Aber diesmal nicht?“
Ich schüttelte den Kopf.
„Diesmal nicht.“
Ich legte das Handy auf den Tisch.
Doch dann erinnerte ich mich an etwas.
Etwas, das ich seit Jahren nicht mehr ernst genommen hatte.
Die Gasrechnung meiner Mutter.
Der Name auf der Rechnung
Meine Mutter hatte das Haus vor zwölf Jahren gekauft.
Damals hatte mein Vater noch gelebt.
Nach seinem Tod war alles kompliziert geworden.
Das Haus war alt, aber groß. Es hatte eine Gasheizung, die irgendwann einmal modernisiert worden war.
Mein Vater hatte die Verträge immer selbst verwaltet.
Nach seinem Tod hatte ich meiner Mutter geholfen.
Ich erinnerte mich daran, dass ich damals den Gasvertrag auf meinen Namen übernommen hatte.
Nicht für immer.
Nur vorübergehend.
Meine Mutter sollte später alles ändern.
Aber sie hatte es nie getan.
Ich nahm mein Handy und suchte in meinen alten E-Mails.
Da war sie.
Die Gasrechnung.
Mein Name stand tatsächlich noch darauf.
Rupert Miller.
Ich starrte auf den Bildschirm.
Dann sah ich zu meinen Kindern.
Ich dachte an Brookes Satz.
„Deine Kinder können im Auto warten.“
Ich dachte an das Nicken meiner Mutter.
Und jetzt brauchte sie plötzlich meine Hilfe?
Ich antwortete:
„Was ist genau passiert?“
Die Antwort kam sofort.
„Die Heizung läuft nicht mehr. Im Haus wird es kalt. Bitte ruf jemanden.“
Ich schrieb:
„Du hast doch gesagt, ich soll heute keinen Streit machen.“
Keine Antwort.
Dann kam:
„Rupert, bitte.“
Ich legte das Handy weg.
Lucy schaute mich an.
„Ist Oma in Schwierigkeiten?“
Ich antwortete ehrlich:
„Vielleicht.“
Owen fragte:
„Fahren wir zurück?“
Ich dachte einige Sekunden nach.
Dann startete ich den Motor.
„Ja.“
Das Haus war plötzlich anders
Als wir vor dem Haus ankamen, war es dunkel.
Kein Licht im Wohnzimmer.
Nur eine kleine Lampe im Flur.
