Ich lachte bitter.
„Also war es leichter, mich sterben zu lassen?“
Er antwortete nicht.
„Du hast mich nicht nur versteckt, Erik. Du hast mich aus deinem Leben gelöscht.“
„Es tut mir leid.“
„Nein“, sagte ich. „Es tut dir leid, dass ich es herausgefunden habe.“
Dann legte ich auf.
Elin erfährt die Wahrheit
Ich hatte nicht vor, Elin zu kontaktieren.
Aber sie kontaktierte mich.
Am Nachmittag erhielt ich eine Nachricht von einer unbekannten Nummer.
„Bist du Viktoria?“
Ich wusste sofort, wer es war.
Ich schrieb:
„Ja.“
Die Antwort kam nach wenigen Sekunden.
„Ich weiß nicht, was ich glauben soll.“
Ich schrieb:
„Dann frag deine Verlobtenfamilie.“
Sie antwortete:
„Ich habe sie gefragt.“
„Und?“
„Sie haben geweint.“
Ich sah auf den Bildschirm.
Dann kam eine zweite Nachricht:
„Aber niemand konnte mir erklären, warum eine tote Frau eine Magnolie verkauft hat.“
Ich musste zum ersten Mal seit langer Zeit lächeln.
Elin hatte verstanden.
Das Treffen
Wir trafen uns zwei Tage später in einem kleinen Café.
Elin kam allein.
Sie setzte sich mir gegenüber.
Sie sah müde aus.
„Warum hast du mir nie gesagt, wer du bist?“
Ich sah sie an.
„Weil ich nicht wusste, dass ich für dich tot bin.“
Sie senkte den Kopf.
„Meine Familie dachte, du wärst…“
„Ich weiß.“
„Erik wusste es.“
„Ja.“
„Deine Eltern wussten es.“
„Ja.“
Sie begann zu weinen.
„Ich habe um dich getrauert.“
„Ich weiß.“
„Ich habe sogar Blumen auf deinen Gedenktisch gestellt.“
„Ich weiß.“
Sie sah mich an.
„Es tut mir leid.“
Ich schüttelte den Kopf.
„Du musst dich nicht entschuldigen. Du kanntest nur die Geschichte, die man dir erzählt hat.“
„Aber ich habe sie geglaubt.“
„Weil du keinen Grund hattest, daran zu zweifeln.“
Sie schwieg.
Dann sagte sie:
„Ich habe dich damals in der Gärtnerei getroffen.“
Ich nickte.
