Es war eine alte militärische Anlage, die offiziell seit Jahren stillgelegt war.
Doch unter ihr verlief eine Kommunikationsleitung.
Eine Leitung, die für den Fall eines nationalen Notstands gedacht war.
„Wenn sie dort hineinkommen“, sagte ich, „können sie Teile der amerikanischen Notfallkommunikation kontrollieren.“
„Wie viel Zeit?“
Ich sah auf den Countdown.
„Vierzehn Minuten.“
Die Entscheidung
Der Präsident sah seine Berater an.
Dann mich.
„Was brauchen Sie?“
„Drei Dinge.“
„Nennen Sie sie.“
„Zugriff auf die alten Kommunikationsprotokolle.“
„Sie bekommen ihn.“
„Eine direkte Leitung zur Küstenwache.“
„Sofort.“
„Und niemand darf Calloway aus diesem Gebäude bringen, bevor ich fertig bin.“
Calloway sah mich an.
Zum ersten Mal sah ich echte Angst in seinen Augen.
„Warum?“ fragte der Präsident.
„Weil er noch etwas weiß.“
Ich ging zu ihm.
„Wo ist der zweite Schlüssel?“
Er antwortete nicht.
„Major.“
Schweigen.
„Wo ist er?“
„Sie verstehen nicht, was Sie tun.“
„Doch.“
Ich trat näher.
„Sie haben Menschen benutzt. Sie haben einen jungen Captain erpresst. Sie haben alte Sicherheitssysteme reaktiviert. Sie haben versucht, den Präsidenten zu manipulieren.“
Ich hielt inne.
„Aber Sie haben einen Fehler gemacht.“
„Welchen?“
„Sie haben mich unterschätzt.“
Er lächelte plötzlich.
„Sie glauben, Sie hätten gewonnen?“
„Nein.“
Ich zeigte auf den Bildschirm.
„Ich glaube, dass Sie bereits verloren haben.“
In diesem Moment sprang der Countdown auf null.
Alle hielten den Atem an.
Dann wurde der Bildschirm schwarz.
Eine Sekunde.
Zwei.
Dann erschien eine neue Meldung:
VERBINDUNG BLOCKIERT.
Die Küstenwache hatte die Wetterboje gefunden.
Das Signal war unterbrochen.
Doch der Angriff war noch nicht vorbei.
Der letzte Beweis
Captain Mercer bat darum, allein mit dem Präsidenten sprechen zu dürfen.
Dann erzählte er alles.
Er nannte Namen.
Konten.
Treffpunkte.
Passwörter.
Und schließlich einen Namen, der selbst Calloway nicht erwartet hatte.
Ein hochrangiger Regierungsberater war Teil des Netzwerks.
