Viktor antwortete:
„Weil deine Anteile die einzige solide Position in ihrer Struktur waren.“
Ich musste lachen.
„Also war das Wohltätigkeitsprojekt plötzlich sehr nützlich.“
Viktor lächelte zum ersten Mal.
„Genau.“
Kapitel 7 – Die zweite Einladung
Am nächsten Abend erhielt ich eine Nachricht von Helena.
„Wir müssen reden. Komm morgen um sieben.“
Ich antwortete:
„Gerne.“
Viktor wollte mich begleiten.
Ich lehnte ab.
„Ich muss ihnen einmal selbst gegenüberstehen.“
Am nächsten Abend fuhr ich zur Villa.
Diesmal war niemand eingeladen.
Helena wartete im Wohnzimmer.
Sofia saß auf dem Sofa.
Johan stand am Fenster.
Auf dem Tisch lag wieder eine Mappe.
Helena lächelte.
„Wir haben vielleicht gestern etwas überreagiert.“
Ich setzte mich.
„Vielleicht.“
„Wir sind schließlich Familie.“
Ich sah sie an.
„Das Wort hast du gestern anders benutzt.“
Sofia verschränkte die Arme.
„Du willst jetzt wirklich alles gegen uns verwenden?“
„Nein.“
„Was willst du dann?“
Ich antwortete ruhig:
„Die Wahrheit.“
Helena wurde still.
Johan sah mich an.
„Was soll das heißen?“
Ich nahm mein Handy heraus.
„Ich habe den Vertrag prüfen lassen.“
Helena wurde blass.
„Von wem?“
„Von Viktor Berg.“
Das Gesicht meiner Adoptivmutter veränderte sich.
Es war nur eine Sekunde.
Aber ich sah sie.
Angst.
„Du kennst Viktor?“ fragte ich.
Sie antwortete nicht.
Ich stand auf.
„Ich glaube, wir sollten über das Haus sprechen.“
Helena setzte sich langsam.
„Was soll damit sein?“
Ich legte eine Kopie des Eigentumsdokuments auf den Tisch.
Sie sah darauf.
Dann wurde sie vollkommen still.
Sofia nahm das Dokument.
Ihre Augen wanderten über die Seite.
„Das ist unmöglich.“
Ich sagte nichts.
Johan nahm ihr das Papier aus der Hand.
Sein Gesicht verlor jede Farbe.
„Elin …“
Ich sah ihn an.
„Ja?“
Er schluckte.
„Das Haus gehört dir?“
„Seit Jahren.“
Kapitel 8 – Die Maske fällt
Helena stand langsam auf.
„Das ist eine Lüge.“
„Dann können wir es gemeinsam überprüfen.“
