Ich sagte meinen Namen.
Am anderen Ende herrschte lange Stille.
Dann sagte er:
„Anders hat mir gesagt, dass dieser Tag kommen könnte.“
„Was meinte er damit?“
„Kommen Sie heute um vier Uhr zu mir. Und bringen Sie alle Unterlagen mit.“
Kapitel 4 – Viktor
Viktor Berg war kein Mann, den man leicht beeindruckte.
Er war Ende sechzig, trug einen schlichten dunklen Anzug und hatte den Blick eines Menschen, der gelernt hatte, mehr zu beobachten als zu sprechen.
Sein Büro lag in Stockholm.
Keine luxuriöse Empfangshalle.
Keine goldenen Schilder.
Nur Bücher, Akten und ein großes Fenster.
Ich legte den Brief meines Vaters auf den Tisch.
Viktor las ihn langsam.
Dann sah er mich an.
„Er hat wirklich gewartet.“
„Worauf?“
Viktor lehnte sich zurück.
„Darauf, dass du alt genug bist, um die Wahrheit zu erfahren, ohne sie gegen dich selbst zu verwenden.“
Ich verstand es nicht.
„Was hat mein Vater mir verschwiegen?“
Viktor öffnete einen Schrank.
Er nahm einen Ordner heraus.
Auf dem Rücken stand:
LINDEN – MÄLAREN.
Er legte ihn vor mich.
„Kennst du den ursprünglichen Kaufpreis der Villa?“
„Nein.“
„Vierzehn Millionen Kronen.“
„Und heute soll sie fast 180 Millionen wert sein.“
„Ungefähr.“
Ich sah ihn an.
„Helena besitzt sie.“
Viktor schüttelte langsam den Kopf.
„Nein.“
Mein Herz begann schneller zu schlagen.
„Wem gehört sie dann?“
Er schob mir ein Dokument entgegen.
„Lies selbst.“
Ich sah meinen Namen.
Ich blinzelte.
Dann las ich ihn noch einmal.
Elin Andersson Lindberg.
„Das kann nicht stimmen.“
„Doch.“
„Warum wusste ich davon nichts?“
Viktor sah aus dem Fenster.
„Weil dein Vater verhindern wollte, dass du in einem Alter davon erfährst, in dem du leicht zu beeinflussen gewesen wärst.“
„Wann hat er das gemacht?“
„Kurz nach deinem achtzehnten Geburtstag begann er mit der endgültigen Strukturierung.“
Ich starrte auf die Unterlagen.
„Helena weiß es?“
Viktor schwieg.
