Daniel trug Kartons.
Jonas schleppte Möbel.
Ein anderer Freund kümmerte sich um die Küche.
Am Ende standen nur noch wenige Sachen in der alten Wohnung.
Jonas ging ein letztes Mal durch jedes Zimmer.
Hier hatte er vier Jahre gelebt.
Hier hatte er seinen ersten Jobwechsel gefeiert.
Hier hatte er seine erste große Enttäuschung erlebt.
Hier hatte er Nächte verbracht, in denen er nicht wusste, wie es weitergehen sollte.
Die Wohnung war klein gewesen.
Aber sie hatte ihn durch eine wichtige Zeit seines Lebens begleitet.
Er schloss die Tür.
Und ging.
Das neue Zuhause
Am ersten Abend in der neuen Wohnung stellte Jonas nur einen Tisch und zwei Stühle auf den Balkon.
Die meisten Kartons waren noch nicht ausgepackt.
Die Küche war halb leer.
Im Schlafzimmer stand das Bett.
Mehr nicht.
Aber Jonas wollte draußen sitzen.
Er stellte zwei Tassen Kaffee auf den Tisch.
Dann setzte er sich.
Die Sonne ging langsam unter.
Die Stadt wurde ruhiger.
Er nahm sein Smartphone heraus.
Er öffnete seine alten Suchaufträge.
Überall waren noch Benachrichtigungen aktiv.
Neue Wohnungen.
Neue Angebote.
Neue Anzeigen.
Er musste lachen.
Dann löschte er die Suchaufträge.
Zum ersten Mal seit sechs Monaten brauchte er sie nicht mehr.
Einige Wochen später
Vier Wochen vergingen.
Jonas hatte sich eingelebt.
Die Kartons waren verschwunden.
Die Bilder hingen an den Wänden.
Die Pflanzen standen auf dem Balkon.
Und auf dem kleinen Tisch stand jeden Morgen seine Kaffeetasse.
Eines Samstagmorgens klingelte es an der Tür.
Jonas öffnete.
Maria stand davor.
„Guten Morgen.“
„Guten Morgen.“
Sie hielt einen kleinen Karton in der Hand.
„Ich habe etwas gefunden.“
Sie gab ihm den Karton.
Jonas öffnete ihn.
Darin lagen einige alte Fotos.
Maria erklärte:
„Das sind Fotos von meinem Mann und mir. Ich habe sie beim Aufräumen gefunden.“
Jonas sah sie an.
„Warum geben Sie sie mir?“
Maria lächelte.
