„Weil mein Sohn gestern zum ersten Mal seit langer Zeit jemanden getroffen hat, der ihm geholfen hat, ohne etwas zu verlangen.“
Dann sagte er:
„Ich möchte, dass er solche Menschen in seinem Leben hat.“
Die zweite Bedrohung
Doch nicht jeder war glücklich darüber, dass Misha gefunden worden war.
Einige Tage später tauchte ein unbekannter Mann vor dem Restaurant auf.
Er beobachtete das Gebäude.
Meine Großmutter bemerkte ihn.
Dann kam eine zweite Person.
Und eine dritte.
Michail ließ daraufhin die Sicherheitsmaßnahmen verstärken.
Ich begann zu verstehen, dass seine Welt gefährlich war.
Eine Welt, von der ich bisher nichts gewusst hatte.
Ich fragte ihn eines Tages:
„Warum hat jemand deinen Sohn gesucht?“
Er antwortete nicht sofort.
Dann sagte er:
„Weil Menschen manchmal Macht wollen.“
„Und Misha?“
„Misha ist mein Sohn.“
Seine Stimme wurde härter.
„Das macht ihn für manche Menschen zu einer Schwachstelle.“
Die Nacht, in der alles eskalierte
Einige Wochen später kam ein schwerer Sturm.
Wieder regnete es.
Aber diesmal war es schlimmer.
Der Strom fiel in mehreren Teilen der Stadt aus.
Meine Großmutter und ich waren im Restaurant.
Dann hörten wir draußen ein Geräusch.
Ein Auto hielt vor der Tür.
Doch diesmal war es kein schwarzer SUV.
Es war ein alter Lieferwagen.
Meine Großmutter schloss sofort die Tür.
„Lily, geh nach hinten.“
Ich gehorchte.
Dann hörte ich Stimmen.
Die Männer draußen wollten hinein.
Doch bevor sie die Tür öffnen konnten, kamen mehrere schwarze Fahrzeuge um die Ecke.
Michails Männer.
Es dauerte nicht lange.
Die Männer im Lieferwagen verschwanden.
Später erfuhr ich, dass sie Misha entführen wollten.
Und plötzlich verstand ich, warum Michail so viel Angst um seinen Sohn hatte.
Ein Vater mit zwei Gesichtern
Ich hatte Michail immer als kalten Mann gesehen.
Doch nach dieser Nacht sah ich etwas anderes.
Ich sah einen Vater.
