Brenda sagte:
„Sie wird sowieso bald wieder nach Katar zurückfliegen.“
Dann Heather:
„Und wenn nicht?“
Mark antwortete:
„Dann müssen wir improvisieren.“
Der Polizist stoppte das Video.
„Das reicht.“
TEIL 4
Meine Mutter wurde ins Krankenhaus gebracht.
Ich fuhr mit.
Mark durfte nicht mit.
Zum ersten Mal seit drei Jahren stand ich allein neben meiner Mutter.
Ohne seine Familie.
Ohne seine Erklärungen.
Ohne seine Kontrolle.
Im Krankenhaus nahm Rose meine Hand.
„Es tut mir leid.“
„Wofür?“
„Dass ich dir nicht früher gesagt habe, was passiert.“
„Du konntest nicht.“
Sie sah mich an.
„Ich habe versucht, dich zu warnen.“
„Ich weiß.“
„Aber sie haben mein Telefon kontrolliert.“
Ich drückte ihre Hand.
„Was ist mit der Versicherung?“
Sie sah zur Tür.
„Dein Mann hat sie abgeschlossen.“
„Warum?“
„Er sagte, es sei nur eine Absicherung.“
„Für wen?“
Sie antwortete:
„Für ihn.“
TEIL 5
Am nächsten Morgen kam Clara Benitez ins Krankenhaus.
Sie hatte einen dicken Aktenordner dabei.
„Elena.“
Ich stand auf.
„Was ist passiert?“
Sie setzte sich.
„Ich habe die Versicherungsgesellschaft kontaktiert.“
„Und?“
„Die Police wurde vor sechs Wochen beantragt.“
„Von wem?“
„Mark.“
Mein Magen zog sich zusammen.
„Mit welcher Begründung?“
Clara sah mich an.
„Er hat angegeben, dass du eine langfristige Erkrankung hast.“
„Was?“
„Und dass du häufig beruflich im Ausland bist.“
Ich schüttelte den Kopf.
„Das ist gelogen.“
„Ja.“
Dann legte sie einen weiteren Ausdruck vor mich.
„Noch etwas.“
Ich las.
Mark hatte eine zweite Police beantragt.
Diesmal für meine Mutter.
Auch er war Begünstigter.
Clara sagte:
„Die Police wurde abgelehnt.“
„Warum?“
„Weil die Versicherungsgesellschaft zusätzliche medizinische Unterlagen angefordert hat.“
Ich verstand.
„Deshalb wurde sie eingesperrt.“
Clara nickte.
„Wahrscheinlich.“
Meine Hände wurden kalt.
TEIL 6
Aber dann entdeckten wir etwas noch Schlimmeres.
Die Lebensversicherung auf meinen Namen war nicht die einzige Sache, die Mark vorbereitet hatte.
Es gab eine zweite Wohnung.
Auf meinen Namen.
Ein Bankkonto.
Eine Kreditkarte.
Und mehrere Dokumente, die ich nie unterschrieben hatte.
Clara legte alles vor mich.
„Jemand hat deine Identität benutzt.“
Ich sah sie an.
„Mark?“
