„Er hat selbst dafür gesorgt, dass sie öffentlich wird.“
Ich erklärte ihm, dass ich nicht wollte, dass meine Kinder zu Werkzeugen meiner Rache wurden. Sie sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie mitkommen wollten.
An diesem Abend setzte ich mich mit Noah und Sophie zusammen.
Ich erzählte ihnen, was Ethan im Fernsehen gesagt hatte. Dann erklärte ich ihnen, was vor zehn Jahren geschehen war.
Noah hörte aufmerksam zu.
„Wenn er unser Vater ist, warum hat er dann nie versucht, uns kennenzulernen?“
Ich antwortete ehrlich:
„Weil er sich damals entschieden hat, nicht Teil unseres Lebens zu sein.“
Sophie senkte den Blick.
„Möchte er uns jetzt kennenlernen?“
„Das weiß ich nicht.“
Noah dachte lange nach.
„Ich möchte ihn sehen.“
Sophie nickte.
„Ich auch.“
Ich erklärte ihnen, dass sie jederzeit ihre Meinung ändern konnten. Doch beide wollten mitkommen.
Noah hatte nur eine Bedingung.
„Ich möchte, dass er uns die Wahrheit sagt.“
Sophie hielt meine Hand.
„Und ich möchte, dass er sieht, dass wir glücklich sind.“
Ich zog beide an mich.
Am Samstag würden wir Ethan gegenüberstehen. Nicht als Bittsteller, nicht als Menschen, die um seine Liebe flehten, sondern als Familie, die ihre Wahrheit nicht länger verstecken wollte.
Kapitel 7: Die Nacht der Wahrheit
Am Samstagabend trug ich ein schlichtes schwarzes Kleid.
Noah hatte einen dunklen Anzug angezogen, während Sophie ihr glitzerndes blaues Lieblingskleid trug.
Als wir das Grand Regency Hotel erreichten, standen bereits zahlreiche Luxuslimousinen vor dem Eingang. Die Gala war eine der wichtigsten gesellschaftlichen Veranstaltungen Chicagos.
Geschäftsleute, Politiker und Journalisten hatten sich versammelt, um Ethan Sullivan zu feiern.
Lucas erwartete uns in der Lobby.
„Seid ihr bereit?“
Noah nickte. Sophie atmete tief ein.
„Ja.“
Wir gingen zum Eingang des Festsaals.
Dahinter hörten wir Ethans Stimme.
„Wahrer Erfolg bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Für unsere Mitarbeiter, unsere Gemeinschaft und die Zukunft unserer Kinder.“
