Doch irgendwann bemerkte ich, dass er nicht mehr von unserer Zukunft sprach.
Er sprach nur noch von seiner.
Kapitel 3: Die Nacht, in der er mich verließ
Als ich Ethan erzählte, dass ich schwanger war, hatte ich gehofft, ihn glücklich zu sehen.
Ich hielt den Schwangerschaftstest in der Hand und wartete nervös auf seine Reaktion.
Er sah den Test an, dann mich.
„Ein Baby? Jetzt?“
Ich lächelte unsicher.
„Ja. Wir werden Eltern.“
Doch Ethan lächelte nicht zurück.
„Das kommt zur falschen Zeit.“
Ich dachte zunächst, er sei nur überrascht. Aber in den folgenden Wochen wurde er immer kälter. Er schlief in einem anderen Zimmer, kam spät nach Hause und vermied jedes Gespräch über das Kind.
Schließlich verlangte er die Scheidung.
Seine Mutter Victoria versuchte, mich dazu zu bringen, eine Vereinbarung zu unterschreiben. Sie erklärte mir, Ethan müsse sich auf seine Karriere konzentrieren und dürfe nicht durch familiäre Verpflichtungen aufgehalten werden.
Ich weigerte mich zunächst. Ich wollte meine Ehe retten. Ich wollte, dass Ethan verstand, dass ein Kind kein Hindernis, sondern ein Geschenk war.
Doch eines Abends änderte sich alles.
Draußen regnete es in Strömen. Ethan stand im Wohnzimmer und hielt einen Umschlag in der Hand.
Er warf ihn auf den Tisch.
„Hier sind dreihundert Dollar. Nimm das Geld und geh.“
Ich starrte ihn an.
„Du willst mich verlassen?“
„Ja.“
„Ethan, ich bin deine Frau. Ich bin schwanger.“
Er wandte den Blick ab.
„Das ist nicht mehr mein Problem.“
Diese Worte werde ich niemals vergessen.
Ich trat einen Schritt auf ihn zu.
„Bitte. Wir können das gemeinsam schaffen.“
Er öffnete die Haustür.
„Verschwinde aus meinem Leben, Claire. Und komm niemals zurück.“
Ich nahm meinen Mantel und den Umschlag. Dann ging ich hinaus in den Regen.
