Sie lächelte traurig.
„Es war nicht nur das Kleid.“
„Was noch?“
Sie nahm einen Umschlag aus ihrer Tasche.
„Das hier.“
Ich öffnete ihn.
Es war eine Einladung zu dem Wohltätigkeitsabend.
Darunter lag ein zweites Blatt.
Eine Liste.
Spender.
Unter den Namen stand ein Unternehmen, das mir bekannt war.
Sehr bekannt.
„Warum ist dieser Name hier?“
Elin sah mich an.
„Weil Johan behauptet, er hätte die Spende organisiert.“
Ich runzelte die Stirn.
„Hat er?“
„Ich weiß es nicht.“
Ich wusste jedoch etwas.
Die Firma, die dort als Spender genannt wurde, gehörte nicht Johan.
Sie gehörte einem Unternehmen, an dem ich seit Jahren beteiligt war.
Und plötzlich verstand ich, dass die Sache viel größer war als ein Streit über ein Kleid.
Die ersten Zweifel
Ich rief am selben Vormittag meinen alten Geschäftspartner Anders an.
„Ich brauche einen Gefallen.“
„Was ist passiert?“
„Ich möchte wissen, ob Johan in den letzten sechs Monaten mit unserem Unternehmen Geschäfte gemacht hat.“
Anders schwieg.
„Warum?“
„Weil ich glaube, dass er etwas vor meiner Tochter verbirgt.“
Er versprach, nachzusehen.
Am Abend rief er zurück.
Seine Stimme war anders.
„Du solltest dir das selbst ansehen.“
Wir trafen uns am nächsten Morgen.
Anders legte mehrere Ausdrucke auf den Tisch.
„Hier.“
Ich las.
Beratungsverträge.
Rechnungen.
Überweisungen.
Firmen, die ich nicht kannte.
Und immer wieder derselbe Name.
Johan Berg.
Es ging um hohe Summen.
Viel höhere Summen, als ich erwartet hatte.
Ich fragte:
„Wer hat diese Verträge genehmigt?“
Anders sah mich an.
„Jemand mit deiner Vollmacht.“
Mein Magen zog sich zusammen.
„Das ist unmöglich.“
„Dann solltest du herausfinden, wer deine Unterschrift benutzt hat.“
Die Wahrheit hinter dem Wohltätigkeitsabend
Je mehr wir untersuchten, desto mehr fanden wir.
Johan hatte vor einigen Monaten begonnen, sich in bestimmten Geschäftskreisen als mein zukünftiger Nachfolger darzustellen.
