Es ging um etwas, das längst geplant worden war.
Mein Vater hatte mich gewarnt
Am nächsten Morgen stand ich um sieben Uhr auf.
Ich zog ein dunkelblaues Kleid an.
Anders sah mich an, als ich meine Tasche nahm.
„Du hast doch heute frei?“
„Ja.“
„Wohin gehst du?“
„Ich muss etwas erledigen.“
Er stellte keine weiteren Fragen.
Um 8:20 Uhr saß ich bereits im Büro von Johan Lindberg.
Johan war Anwalt.
Und er hatte jahrelang mit meinem Vater gearbeitet.
Er kannte meine Familie.
Er kannte meinen Vater.
Und vor allem kannte er die Geschichte hinter meinem Erbe.
Ich legte mehrere Dokumente vor ihn.
Den Kaufvertrag.
Die Unterlagen zur Finanzierung.
Die Nachweise über die 1.200.000 Kronen.
Die Erbschaftsdokumente.
Bankauszüge.
Johan las alles sorgfältig.
Dann sah er mich an.
„Was ist passiert?“
Ich erzählte ihm alles.
Er unterbrach mich kein einziges Mal.
Als ich fertig war, lehnte er sich zurück.
„Willst du dich scheiden lassen?“
Ich sah ihn an.
„Ich weiß es nicht.“
„Gut.“
Ich runzelte die Stirn.
„Gut?“
„Dann reden wir heute nicht über Scheidung.“
Er nahm einen Stift.
„Wir reden über Eigentum.“
Ich schwieg.
Johan erklärte mir genau, welche Rechte ich hatte.
Er erklärte mir, was Helena durfte und was sie nicht durfte.
Dann fragte er:
„Hat dein Mann einen Schlüssel?“
„Natürlich.“
„Und deine Schwiegermutter?“
„Anscheinend auch.“
Johan sah mich ernst an.
„Wer hat ihr den Schlüssel gegeben?“
Ich wusste die Antwort.
„Anders.“
Johan nickte langsam.
„Dann sollten wir herausfinden, warum.“
Die Nachrichten
Bevor ich das Büro verließ, fragte Johan:
„Hast du Zugriff auf die gemeinsamen Unterlagen?“
„Ja.“
„Und auf die E-Mails bezüglich des Hauskaufs?“
„Ja.“
„Dann sichere alles.“
Ich fragte:
„Glaubst du, dass etwas nicht stimmt?“
Er antwortete:
