Sie setzte sich näher zu mir.
„Es gibt einige Unterlagen.“
„Welche?“
„Nur Formalitäten.“
Ich nickte.
„Dann bring sie mir morgen.“
Sie küsste mich.
„Ich wusste, dass du vernünftig bist.“
Ich lächelte.
„Ich will nur, dass alles für Papa geregelt ist.“
In Wahrheit hatte ich bereits einen Plan.
Ich kontaktierte Dr. Keller.
Dann Daniel.
Und schließlich einen unabhängigen Anwalt.
Wir bereiteten alles vor.
Die Dokumente.
Die Nachrichten.
Die Aufnahmen.
Die Fotos.
Die finanziellen Unterlagen.
Und vor allem die Beweise über den Kontakt zwischen Abigail und Victor.
Der große Tag
Am Freitag sagte ich Abigail:
„Ich unterschreibe.“
Sie war so glücklich, dass sie mich umarmte.
„Du wirst sehen, Samuel. Danach wird alles leichter.“
„Wo soll ich unterschreiben?“
„Morgen.“
„Gut.“
Sie wusste nicht, dass bereits mehrere Personen informiert waren.
Am nächsten Morgen saßen wir alle im Wohnzimmer.
Abigail hatte die Dokumente auf den Tisch gelegt.
Mein Vater saß im Rollstuhl.
Er spielte seine Rolle perfekt.
Dann klopfte es an der Tür.
Abigail stand auf.
„Wer ist das?“
Ich sagte:
„Mach auf.“
Sie öffnete.
Dr. Keller stand dort.
Daneben Daniel Mercer.
Und hinter ihnen mein Anwalt.
Abigail wurde blass.
„Was soll das?“
Ich stand auf.
„Jetzt reden wir.“
Sie sah mich an.
„Samuel?“
Ich nahm die erste Mappe.
„Du hast allen erzählt, mein Vater sei dement.“
Sie schluckte.
„Weil er krank ist.“
Dr. Keller schüttelte den Kopf.
„Das habe ich so nicht festgestellt.“
Ich legte die nächste Seite auf den Tisch.
„Du hast Kameras installiert.“
Sie sagte nichts.
„Du hast Gespräche aufgenommen.“
Stille.
„Du hast seine finanziellen Unterlagen durchsucht.“
Sie begann zu weinen.
„Ich wollte nur helfen.“
Ich legte schließlich die Ausdrucke der Nachrichten auf den Tisch.
„Und du hast mit Victor darüber gesprochen, wie du ihn für deine finanziellen Pläne benutzen kannst.“
Abigail sah auf die Nachrichten.
Ihre Hände zitterten.
