Das Video begann.
Es war dunkel.
Man sah die Garage von außen.
Mein Vater kam ins Bild.
Dann meine Mutter.
Einige Minuten später kam ich.
Wir verschwanden gemeinsam in der Garage.
Die Kamera hatte keinen Ton.
Doch plötzlich öffnete sich die Tür.
Ich taumelte heraus.
Ich fiel auf die Knie.
Mein Vater kam hinter mir her.
Er zog mich zurück.
Ich versuchte, mich loszureißen.
Dann erschien meine Mutter im Türrahmen.
Sie schaute nach draußen.
Sie sah die Straße hinunter.
Dann ging sie zurück in die Garage.
Die Kamera zeigte weitere Bewegungen.
Mein Vater beugte sich über mich.
Dann trat meine Mutter zu ihm.
Sie gab ihm etwas.
Ethan stoppte das Video.
„Was hat sie ihm gegeben?“ fragte ich.
Claire antwortete:
„Ein Handtuch.“
Ich verstand nicht.
Ethan zoomte das Bild heran.
Meine Mutter hielt ein weißes Handtuch.
Mein Vater nahm es.
Er wischte damit etwas vom Boden.
Dann legte er das Handtuch in einen Müllcontainer.
Ethan sah mich an.
„Das war Blut.“
Mir wurde schlecht.
Meine Mutter hatte noch etwas getan
Ich dachte, mein Vater sei derjenige, der mich fast getötet hatte.
Und das war er.
Aber ich wusste noch nicht, was meine Mutter getan hatte.
Ethan ließ das Video weiterlaufen.
Nachdem mein Vater gegangen war, blieb meine Mutter allein bei mir.
Ich lag bewegungslos auf dem Boden.
Sie kniete sich neben mich.
Für einige Sekunden sah sie mich an.
Dann nahm sie mein Handy.
Sie ging damit aus der Garage.
Doch sie rief keinen Krankenwagen.
Sie rief niemanden an.
Stattdessen fuhr sie mit meinem Handy davon.
Claire hielt die Hand vor den Mund.
„Das habe ich nicht verstanden“, sagte sie.
„Warum hat sie keinen Notruf gewählt?“
Ich konnte nicht antworten.
Ethan stoppte das Video.
„Sie kam erst zweiundzwanzig Minuten später zurück.“
„Und dann?“
„Dann rief sie den Rettungsdienst.“
