„Sie sagt, dass sie weiß, was wirklich in der Garage passiert ist.“
In ihrer Hand hielt sie einen kleinen USB-Stick.
„Sie hat gesagt, dass Sie sich das ansehen müssen.“
Ich sah Ethan an.
Er stand sofort auf.
„Lassen Sie sie herein.“
Die Tür öffnete sich.
Die Frau trat ein.
Ich erkannte sie sofort.
Es war die Frau aus dem Motel.
Sie sah nicht aus wie eine Geliebte, die gerade ihren Liebhaber verteidigen wollte.
Sie sah aus wie jemand, der seit Monaten Angst hatte.
Sie setzte sich.
„Mein Name ist Claire Bennett.“
Ich sagte nichts.
Sie legte den USB-Stick auf den Tisch.
„Ihr Vater hat mich belogen.“
„Was meinen Sie?“
„Er hat mir erzählt, Ihre Mutter wolle die Scheidung. Er sagte, sie würde ihn nicht mehr lieben.“
Ich schüttelte den Kopf.
„Das stimmt nicht.“
„Ich weiß.“
Claire atmete tief ein.
„Denn ich habe irgendwann herausgefunden, dass er mich ebenfalls belogen hat.“
„Worüber?“
Sie sah Ethan an.
„Über Geld.“
Das Geheimnis hinter der Affäre
Claire erzählte uns, dass mein Vater sie vor ungefähr einem Jahr kennengelernt hatte.
Er hatte ihr erzählt, dass seine Ehe praktisch beendet sei.
Er sagte, er würde bald ausziehen.
Er versprach ihr eine gemeinsame Zukunft.
Doch dann entdeckte Claire etwas.
Mein Vater hatte mehrere Konten.
Auf einem davon waren regelmäßig hohe Geldbeträge eingegangen.
Geld, das nicht aus seiner Werkstatt stammte.
Claire hatte ihn darauf angesprochen.
Er wurde wütend.
„Ich habe verstanden, dass etwas nicht stimmt“, sagte sie.
„Also begann ich, ihn heimlich zu beobachten.“
„Und dann?“ fragte ich.
Sie deutete auf den USB-Stick.
„Meine Wohnung liegt gegenüber einer Straße, die zur Garage Ihrer Eltern führt.“
„Und ich habe dort eine Kamera.“
Ethan nahm den USB-Stick.
„Was ist darauf?“
Claire sah mich an.
„Der Abend, an dem Sie angegriffen wurden.“
Die Aufnahme
Ethan steckte den USB-Stick in seinen Laptop.
