Garrett wusste nicht, was ich bereits entschieden hatte
Später hörte ich ihn im Flur telefonieren.
Es war Evelyn.
„Sie hat endlich aufgehört, sich dagegen zu wehren“, sagte Garrett.
Ich blieb hinter der geschlossenen Tür stehen.
Er lachte.
„Ich wusste, dass sie irgendwann nachgibt.“
Ich schloss für einen Moment die Augen.
Dann sah ich auf den Umschlag in meiner Hand.
Nein.
Ich hatte nicht nachgegeben.
Ich hatte lediglich aufgehört, meine Entscheidungen mit ihnen zu diskutieren.
Die Nacht vor der Feier
Am Abend vor der geplanten Feier konnte ich kaum schlafen.
Ich lag im Bett und hörte Garrett neben mir atmen.
Er schlief ruhig.
Für ihn war alles geklärt.
Er glaubte, dass unsere Tochter einen Namen bekommen würde, den seine Familie ausgesucht hatte.
Er glaubte, dass ich am nächsten Tag lächelnd neben ihm stehen würde.
Er glaubte, dass fünfzig Menschen feiern würden, was sie für eine bereits beschlossene Tatsache hielten.
Ich legte meine Hand auf meinen Bauch.
Unsere Tochter bewegte sich.
Ich flüsterte:
„Ich werde dich beschützen.“
Dann schloss ich die Augen.
Am nächsten Morgen stand ich früh auf.
Ich zog mich an.
Ich nahm meine Tasche.
Und ich steckte den Umschlag hinein.
Ich wusste, dass dieser Tag anders enden würde, als Garrett und seine Eltern erwarteten.
Die Feier
Die Location war wunderschön.
Weiße Tischdecken.
Blumen.
Kerzen.
Goldene Dekoration.
Auf einem großen Tisch standen kleine Geschenkboxen.
Und überall war derselbe Name zu sehen.
Gertrude Agnes.
Ich ging langsam durch den Raum.
Menschen begrüßten mich.
Verwandte umarmten mich.
Eine ältere Tante legte ihre Hand auf meinen Bauch.
„Unsere kleine Gertrude“, sagte sie glücklich.
Ich lächelte.
„Ja“, sagte ich.
Mehr sagte ich nicht.
Evelyn kam auf mich zu.
Sie trug ein elegantes Kleid.
In ihren Händen hielt sie eine kleine Mappe.
„Alles ist perfekt“, sagte sie.
„Das sehe ich.“
