Er stand auf.
„Du hast mich reingelegt.“
Ich blieb ruhig.
„Nein.“
Ich sah ihm direkt in die Augen.
„Du hast dich selbst reingelegt.“
Kapitel 18 – Die Wahrheit kommt ans Licht
Die Ermittlungen wurden offiziell eingeleitet.
Daniel konnte die Vorwürfe nicht mehr leugnen.
Die Unterlagen waren eindeutig.
Die Überweisungen waren dokumentiert.
Die Gespräche waren aufgezeichnet.
Die Verträge waren unterschrieben.
Und die Zeugen waren bereit auszusagen.
Vanessa sagte ebenfalls aus.
Sie erklärte genau, wie Daniel sie benutzt hatte.
Mein Vater musste das Unternehmen vorübergehend neu strukturieren.
Mehrere Mitarbeiter wurden überprüft.
Und schließlich wurde klar, dass Daniel nicht nur versucht hatte, Geld zu stehlen.
Er hatte auch versucht, meine Familie gegeneinander auszuspielen.
Er hatte meiner Mutter erzählt, ich wolle das Unternehmen verkaufen.
Er hatte meinem Vater erzählt, ich hätte große Schulden.
Er wollte Misstrauen schaffen.
Und fast wäre es ihm gelungen.
Kapitel 19 – Meine Scheidung
Die Scheidung verlief schneller, als ich erwartet hatte.
Ich verlangte kein Geld von Daniel.
Ich wollte nichts von ihm.
Ich wollte nur meine Freiheit zurück.
Am Tag, an dem die Scheidung offiziell abgeschlossen wurde, stand ich vor dem Gerichtsgebäude.
Es regnete.
Ich hatte keinen Blumenstrauß in den Händen.
Keine Tränen.
Keine Angst.
Nur Ruhe.
Meine Mutter wartete im Auto.
Mein Vater saß neben ihr.
Als ich einstieg, sagte meine Mutter:
„Wie fühlst du dich?“
Ich sah aus dem Fenster.
„Frei.“
Mein Vater legte seine Hand auf meine.
„Das ist alles, was zählt.“
Kapitel 20 – Was Vanessa mir sagte
Einige Wochen später traf ich Vanessa noch einmal.
Sie hatte inzwischen einen neuen Job.
Wir saßen in demselben Café, in dem sie mir den USB-Stick gegeben hatte.
„Ich wollte dir noch etwas sagen“, sagte sie.
„Was?“
„Ich habe lange gedacht, du würdest mich hassen.“
Ich lächelte.
„Vielleicht hätte ich dich früher gehasst.“
Sie nickte.
„Und heute?“
