Ich sah meinen Mann am Flughafen eine andere Frau küssen – drei Stunden zuvor hatte er mir noch aus Singapur geschrieben

„Zwei Tage.“

„Vanessa kommt auch mit?“

Er erstarrte.

Nur für eine Sekunde.

Aber ich sah es.

„Welche Vanessa?“

Ich lächelte.

„Eine Kollegin von dir.“

„Ich kenne keine Vanessa.“

Das war der Moment, in dem ich wusste, dass er Angst bekam.

Ich sagte nichts mehr.

Er küsste mich.

Dann ging er.

Eine Stunde später bekam ich eine Nachricht.

Von einer unbekannten Nummer.

Nur ein Satz:

„Du suchst an der falschen Stelle.“

Darunter befand sich ein Foto.

Daniel und Vanessa.

Sie saßen in einem Restaurant.

Doch das Foto war nicht am Flughafen aufgenommen worden.

Es war in unserer Stadt.

Und im Hintergrund erkannte ich etwas.

Das Logo eines Hotels, das meiner Familie gehörte.


Kapitel 8 – Vanessa wusste, wer ich war

Ich rief die Nummer nicht an.

Stattdessen schrieb ich:

„Wer sind Sie?“

Die Antwort kam wenige Sekunden später.

„Jemand, der verhindern will, dass du einen Fehler machst.“

„Welchen Fehler?“

„Daniel ist nicht das größte Problem.“

Ich starrte auf den Bildschirm.

Dann kam eine weitere Nachricht.

„Frag deinen Vater nach dem alten Vertrag von 2019.“

Ich kannte keinen Vertrag von 2019.

Aber mein Vater vielleicht.

Ich fuhr zu ihm.


Kapitel 9 – Das Geheimnis meines Vaters

Mein Vater saß in seinem Büro.

Er sah mich an und lächelte.

„Was führt dich hierher?“

Ich schloss die Tür.

„Kennst du Vanessa Reed?“

Sein Gesicht veränderte sich.

Nur ganz leicht.

Aber ich bemerkte es.

„Warum fragst du?“

„Kennst du sie?“

Er schwieg.

Dann sagte er:

„Ja.“

„Seit wann?“

„Seit 2019.“

Ich setzte mich.

„Was war damals?“

Mein Vater öffnete einen alten Schrank.

Er holte einen Ordner heraus.

Auf dem Deckel stand:

Projekt Meridian.

„Was ist das?“

„Eine Geschäftsvereinbarung, die nie öffentlich geworden ist.“

„Mit Vanessa?“

Er nickte.

„Und mit Daniel.“

Ich spürte, wie mein Herz schneller schlug.


Kapitel 10 – Die Wahrheit über Daniel